Freitag, 22. Juli 2016
Ministerin besucht Rathausbrücke
Mittwoch, 20. Juli 2016
Bauzaun
Bauzaun Stadtschloss Graffiti-Aktion
Das Bundesumweltministerium hat im Rahmen
seines 30-jährigen Jubiläums Schülerinnen und
Schüler sowie Künstlerinnen und Künstler dazu
eingeladen, Wandflächen kreativ zu gestalten. Die Werke
werden mitten in Berlin am Stadtschloss ausgestellt.
Zahlreiche Schulen sowie Straßen- und Graffitikünstlerinnen
und Künstler haben sich beworben, nachdem die Aktion
über soziale Medien angekündigt worden war.
Alle Gestalter waren eingeladen, mit ihrem Werk auf
kreative Weise auf umweltpolitische Themen aufmerksam
zu machen, unseren Umgang mit Klima und Natur zu
hinterfragen oder ihre Zukunftsvorstellungen zu skizzieren.
Ein Großteil der Arbeiten ist in Eigenregie der
Künstlerinnen und Künstler entstanden.
Im Anschluss an die Ausstellung am Stadtschloss
werden die Streetart- und Graffiti-Arbeiten während des
Festivals „Umweltpolitik 3.0“ am 10. und 11. September
auf dem EUREF Campus gezeigt.
Nach Abschluss der Aktion gehen die Arbeiten zurück
an die Künstlerinnen und Künstler, an die Schulen oder
werden wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt.
Zeitraum: 19. Juli bis 10. September 2016
Ort: Bauzaun Südseite (Schlossplatz)
Länge: ca. 200 m Ausstellungsfläche
Gestaltende: über 150 Schülerinnen und Schüler sowie Künstlerinnen und Künstler
Anzahl Werke: 21
http://www.bmub.bund.de/service/veranstaltungen/details/event/praesentation-der-graffiti-aktion-zum-bmub-festival-der-zukunft/
Samstag, 29. August 2015
Beleuchtung
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| die beiden rechten Leuchtkästen sind dunkel |
http://rathausbruecke.blogspot.de/2012/09/bruckenbeleuchtung-iii.html
Freitag, 19. Juni 2015
Der Weg zum Schloss 2015
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| Die Rathausbrücke überspannt die Spree. Kamerastandpunkt im Ostflügel des Schloss-Neubaus |
Von Jens Bisky
Ich zitiere die Passage, die sich mit der Brücke befasst.
Der Haupteingang (.... zum Schloss) ist an der Westfassade, sie wird zur stadtzugewandten Schauseite.
Zu Schlüters Zeiten stand sie noch nicht, damals war Portal I - von der Spree her das erste an der Südseite - das wichtigste. Man kennt die Ansicht von Druckgrafiken, Gemälden und Fotografien, den Blick über die Lange Brücke hinweg auf die Schlossfront, die 1701 keck modern war.
Damals stand auf der Brücke Schlüters Reiterstandbild des Großen Kurfürsten. Als die Internationale Expertenkommission 2002 einen Schlossneubau mit den historischen Maßen und Proportionen sowie historisierenden Fassaden an drei Seiten empfahl, schloss sie eine Wiederaufstellung des Reiterdenkmals nicht aus. Aber es wird wohl vor dem Schloss Charlottenburg bleiben. Berlin hat die Brücke, die heute Rathausbrücke heißt, ohne Rücksicht auf den Schlossbau erneuern lassen. Was da nun steht, würde jeder ambitionierten Kleinstadt zur Ehre gereichen, aber der Mittelpfeiler, auf dem der Kurfürst mit seinem Gaul und den Sklaven zu Pferdes Füßen einst stand, ist abgerissen. Im Süden des Gebäudes lag der historische Schlossplatz, und er muss nun irgendwie gestaltet werden. Gegenwärtig findet sich dort nur übrig gebliebene Fläche, eine Durchquerungsaufgabe.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/grossbaustelle-der-deutschen-neue-kleider-1.2515962
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| Zwischen Schloss (links) und Marstall (rechts) stand der Neptunbrunnen |
Mittwoch, 22. Januar 2014
Tauchgang
Der Fund unter der Rathausbrücke entsprach nicht der der Routine. Dort müssten noch Pfähle beseitigt werden, die übersehen wurden, als der Mittelpfeiler der alten Brücke abgetragen wurde. Holzpfähle waren die sichere Methode um auf dem sandigen, morastigen, instabilen Grund in Berlins Mitte überhaupt Baufundamente zu schaffen. Beim Neubau des Schlosses waren die Bauherren nicht überrascht als sie hunderte von Pfählen zogen. Beim Abriss des betonierten Mittelpfeilers unter der neuen Rathausbrücke hat man sich darüber offenbar keinen Kopf gemacht. Bei Niedrigwasser hätten die Schiffsführer der großen Schleppkähne, die ja immer noch die Spree befahren, nicht nur unangenehmes Knirschen gehört, sondern auch den Rumpf oder den Maschinenantrieb beschädigen können.
Mit einer Unterwasser-Kettensäge wurden die Pfähle zerlegt und geborgen.
Unter den Berliner Brücken findet das Team des Tauchschiffes sonst nur Fahrräder oder Einkaufswagen. Diesmal gab es eine Überraschung aus den Gründerjahren (17. Jahrhundert) der "Langen Brücke".
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| Taucher im Einsatz unter der Rathausbrücke |
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Erinnerung an Walter Arno Noebel
In Reminiszenz an Prof. Dipl.-Ing. Walter Arno Noebel
den
Architekten der Rathausbrücke in Berlin-Mitte
Ihm zu Ehren!
(Archiv: P. Müller)
1997 entstand – gestaltet von Prof. Walter A. Noebel – die Spandauer See-Brücke. Besonders toll wirkt sie bei Nacht mit ihren 16 erleuchteten Brückenpfeilern. Das widerstandsfähige Material wurde bedauerlicherweise von respektlosen „Sprühern“ verunstaltet.
Donnerstag, 15. August 2013
Architekturkritiker schaut mal genau hin
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-architektur-schlag-uebers-wasser,10809148,23993888.html
Nikolaus Bernau Unser Architektur-Kritiker Nikolaus Bernau stellt schöne und hässliche Berliner Bauten vor. Heute: Warum die Rathausbrücke in Mitte widersprüchlich und kurzsichtig geraten ist.
In einer guten Brücke kommen elegante und sparsame Konstruktion, Witz und Spannung zusammen. Ist also die neue Rathausbrücke, die sich nach dem Entwurf des 2012 viel zu jung verstorbenen Berliner Architekten Walter Noebel zwischen Schlossplatz und Nikolaiviertel über die Spree spannt, eine gute Brücke? Hat sich der 13 Jahre lange Kampf der Senatsbauverwaltung für diesen Entwurf gelohnt, der etwa von der Gesellschaft Historisches Berlin rhetorisch-rabiat bekämpft wurde? Hat sich die Investition von zwölf Millionen Euro auch stadtgestalterisch gelohnt? Fürchterliches Geländer Noebel wollte an der Rathausstraße den Steg pur schaffen. Stahlbeton, klare Kante, gerade Linie. Beleuchtet von vier mit Lichtkästen gekrönten Pylonen, die an den Enden der Brücke aufsteigen. Etwas pompös, dachte man sich beim Anblick der Entwürfe, und für einen kargen Steg etwas viel Erinnerung an die dekorativen Brücken der Amsterdamer Schule der 20er-Jahre. Aber wenigstens schienen sie praktisch zu sein. Doch das Licht der Pylonen fällt irgendwohin, nicht aber auf den Bürgersteig, ist zudem sehr schummrig. Noch fürchterlicher ist das Geländer. Allerdings nicht Noebels wegen. Der dachte es sich ursprünglich kantig und streng. Wie die Pylonen. Doch der Senat schrieb einen Gestaltungswettbewerb aus. Der aus der Schweiz stammende Künstler Erik Steinbrecher gewann mit dem Entwurf eines Geländers aus in Metall gegossenen Ästen und Wurzeln. Das „Vokabular aus Architektur, Natur und Alltag“ zeige sich hier, sagt er. Nehmen wir also seinen Entwurf ernst, entziffern und lesen wir ihn, so, wie man es mit Kunstwerken tun soll: Das Waldmotiv ist tief verankert in der Architekturtheorie. In Deutschland aber vor allem derjenigen der politisch Rechten und Völkischen. Der Wald sei germanisch, tiefsinnig, in sich ruhend, die Stadt hingegen romanisch, steinern, hektisch, hieß es schon um 1900 bei ihnen. Gotische Pfeiler und Gewölbe, selbst die strenge dorische Ordnung griechischer Tempel wurden auf germanische Waldeslust zurückgeführt. Auch schwarze Gussmetalle haben seit dem „Gold gab ich für Eisen“ der preußischen Kriegsherren in Deutschland durchaus nationalistische Bedeutungen. Will Steinbrecher etwa die von Noebel ganz städtisch, universal gedachte Brücke zu einem Monument alter Teutschtum-Kulte uminszenieren? Oder will er behaupten, dass jede Brücke letztlich nur ein Ast-Steg zwischen Dörfern ist? In jedem Fall steht die Erzählung dieses Geländers im genauen Widerspruch zu derjenigen Noebels, der eine ganz und gar städtisch-steinerne Brücke vorsah. Man wüsste zu gern, warum die Jury angesichts dieses Widerspruchs der germanisierenden Waldseligkeit verfiel. Einst war die heutige Rathausbrücke das Entree zum eigentlichen Schlossplatz südlich des Schlosses. Dem preußischen Königsforum schlechthin, barock, säulengeschmückt, monumental, prachtvoll. Als Auftakt dazu diente Schlüters gewaltiges Reiterstandbild des Großen Kurfürsten, das auf dem Mittelpfeiler der Brücke stand. Im Zweiten Weltkrieg wurde es glücklicherweise demontiert, versank im Tegeler See, steht seit der Hebung vor dem Schloss Charlottenburg. Im Rahmen der Debatte um den Neubau der Schlossfassaden wurde auch die Rückkehr des Reiterstandbilds gefordert. Das war durchaus konsequent: Gehören doch Schlossfassaden und Denkmal innig zueinander. Doch es gab gute Gründe gegen die Rückkehr. Vor dem Charlottenburger Schloss hat die Statue ästhetisch und kulturell Fuß gefasst. Vor allem aber verlangte die Wasserbauverwaltung, dass der Mittelpfeiler der Rathausbrücke nicht wieder entsteht, die Brücke also in einem Schwung über die Spree geführt wird. Einer am originalen Standort aufgestellten Statue hätte also der statische und ästhetische Unterbau gefehlt. Sie hätte quasi schweben müssen. Ein absurder Anblick wäre die Folge gewesen. Auch sonst entspricht die neue Rathausbrücke keineswegs ihren historischen Vorgängern. So musste sie auf Wunsch der Wasserbauverwaltung sehr viel höher angelegt werden – die Nachbarn im Nikolaiviertel stehen deswegen regelrecht in einem Straßengraben, um den Verkehr der Schiffe nicht zu stören. Kurz mal kurzsichtig geplant Und noch eine letzte Frage: Ist diese Brücke wenigstens stark genug gebaut worden – Geld war ja reichlich da – um dereinst einmal eine Straßenbahntrasse aufnehmen zu können? Enttäuschende Antwort aus der Senatsbauverwaltung: Nein. Was für eine Kurzsichtigkeit. Irgendwann nämlich werden selbst die Berliner Verkehrsplaner und Regierenden Bürgermeister begreifen, dass es kaum etwas Metropolitaneres gibt als die Tram. Dann wird endlich auch die logische Verlängerung der bisher am Alexanderplatz gefangen gesetzten Tramlinien Richtung Westen ins Gespräch kommen, über die Rathausstraße und die Rathausbrücke. Und dann muss diese wieder verändert werden. Was uns vielleicht wenigstens von dem Astgewimmel befreit. Nikolaus Bernau ist Architekturkritiker der Berliner Zeitung. In unserer Serie stellt er interessante, schöne, hässliche und ärgerliche Planungen und Bauten vor.
Sonntag, 28. Juli 2013
Reaktionen auf den MoPo-Artikel
Die Mitbegründerin dieser Webseite schreibt ihren Kommentar an die Morgenpost:
"Die schllimmen Schäden, die am Marstall aufgetreten sind, sind mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf den Bau der mißlungenen Rathausbrücke zurückzuführen, das scheint festzustehen.
Wir hatten damals im Jahr 2008 und 2009 mit genau diesen Argumenten auch vor dem Bau der Brücke und vor dem Entfernen des historischen Pfeilers in der Spree gewarnt. Aber alle Warnungen wurden als unbegründete Bürgermeinungen in den Wind geschrieben.
Wir hatten auch argumentiert, daß der Brückenpfeiler eigentlich ein Denkmal ist und deshalb stehenbleiben müsse. Das wurde vom Landeskonservator weggewischt. Möglicherweise haben auch die Wegnahme des Brückenpfeilers bzw. die unsanften Stemmarbeiten an demselben andere statische Verhältnisse in der Spree hergestellt, die wiederum auf den Marstall wirken.
Unsere Prophezeihung, daß die toten Winkel der fehlgeplanten Brücke zu Schmutz- und Pinkelecken verkommen werden, ist ebenso eingetreten.
Klassischer Fall von Fehlplanung an so prominenten Ort, eine Schande das! Bürgerbeteiligung? ein Fremdwort. Ein geheimes Baukollegium tagt - zu welchen Spesen? - an geheimem Ort und winkt sich gegenseitig wohlwollend und kaffeetrinkend zu - Steuerzahler zahlt und darf dann die Bauschäden und Häßlichkeiten besichtigen.
Frau Junge-Reyer äußerte damals, daß an der Rathausbrücke sichtbar würde, daß eine Brücke, die in erster Linie ein einwandfrei funktionierendes technisches Bauwerk sein müsse, auch ästhetisch gelingen könne. Und nun das: Weder funktional noch technisch noch ästhetisch ist die Brücke befriedigend. Und sie wurde viel zu früh gebaut, da Baustellenverkehr und Umleitungen über sie fahren, so lange U-Bahn-Bau und Schloß noch in Arbeit sind. Schulnote 6, in vier Fächern, traurig. Hätte man auf die Bürgerinitiativen gehört, wäre das alles nicht passiert.
(Von dem Knüppelkitsch der Geländer wollen wir mal gar nicht reden).
Angesichts der viel zu umfangreichen Beschädigungen und Fehlentscheidungen in der historischen Mitte muß nun schnellstens am Schinkelplatz die Notbremse gezogen werden, wo weitere Schäden an der Friedrich-Werderschen Kirche aufgrund einer noch dazu äußerst häßlichen geplanten Bebauung durch die Münchner Moll-Gruppe zu befürchten sind."
Annette Ahme
Mittwoch, 24. Juli 2013
Morgenpost greift an
Nun aber zu dem Artikel vom 24.07.13, 07:16 in der Berliner Morgenpost
Historischer Marstall nach Bauarbeiten schwer beschädigt
Am Neuen Marstall an der Berliner Schlossbaustelle wurden Risse im Mauerwerk festgestellt. Diese sollen durch die Arbeiten an der benachbarten Rathausbrücke entstanden sein. Ein Gericht soll den Fall klären.
Von Isabell Jürgens
Über die Breite Straße am ehemaligen Staatsratsgebäude donnern Betonmischer. Vor dem Neuen Museum auf der Museumsinsel klafft ein riesiges Loch. Der Blick aufs Rote Rathaus ist von Bretterzäunen verstellt. An der Ecke Friedrichstraße und Unter den Linden herrscht seit einem Jahr Verkehrschaos – Berlins historische Mitte gleicht einer riesigen Baustelle. Bauen, davon kann sich jeder Besucher der Sehenswürdigkeiten in Mitte überzeugen, ist mit Lärm, Dreck und Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden.
Unauffälliger, aber in den Auswirkungen oft viel dramatischer sind die Schäden, die durch Bauarbeiten an den Nachbargebäuden entstehen können. So wie am Neuen Marstall. Risse ziehen sich durch das historische Gebäude, die Fenstergesimse sind vom Erdgeschoss bis in den dritten Stock mit Stützen aus Stahl gesichert.
"Ende 2010 sind erste Risse festgestellt worden", sagt die Sprecherin der Senatsbauverwaltung, Daniela Augenstein. Die Verwaltung ist sich sicher, den Verursacher der Schäden ausgemacht zu haben: Die mit dem Bau der benachbarten Rathausbrücke beauftragte Baufirma. Der Bau der Brücke war 2009 begonnen worden. Im September 2012 wurde das 44 Meter lange Stahlbauwerk für den Verkehr freigegeben. Gutachter hätten festgestellt, dass die Risse am Marstall unmittelbar mit der Errichtung der Spundwände für die Spreequerung aufgetreten waren, heißt es in der Verwaltung. Offenbar habe die verantwortliche Baufirma kein geeignetes vibrationsfreies Verfahren für die Arbeiten verwendet.
Gutachter soll Sanierungskosten ermitteln
Die Schäden an dem neobarocken Bau, der nach Entwürfen Ernst von Ihnes zwischen 1897 und 1901 direkt an der Spree errichtet wurde, wird von der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" genutzt. Hubert Pahl, zuständiger Projektleiter für das Gebäude bei der Humboldt-Universität, zu der die Musikschule, bestätigt die Einschätzung der Senatsverwaltung: "Seitdem die Brücke fertig gestellt wurde, sind augenscheinlich keine weiteren Risse aufgetreten."
Auch im Inneren des Gebäudes sind die Risse deutlich zu sehen. "Die Fenster lassen sich auf Grund der Setzungen zum Teil nicht mehr öffnen", berichtet Pahl. Sie seien so verzogen, dass sie zur Vermeidung einer Unfallgefahr im Fall eines unkontrollierten Berstens mit Sicherheitsfolie bespannt werden mussten. Die Hochschule habe inzwischen einen unabhängigen Gutachter beauftragt, der die Kosten der Risssanierung ermitteln soll. Es werde mit Kosten "mindestens im sechsstelligen Bereich gerechnet", so der Baufachmann weiter.
Frage nach dem Verursacher landet meist vor Gericht
Weil die Frage nach dem Verursacher entsprechender Schäden in aller Regel vor Gericht entschieden wird, betreiben mittlerweile alle Bauherren größerer Projekte einen enormen Aufwand, um zu beweisen, dass nicht sie für die Schäden an Nachbargebäuden verantwortlich sind. So haben etwa die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), nach Angaben ihres Sprechers Klaus Wazlak bereits vor Beginn der Arbeiten für die Verlängerung der U5 zur "Beweisaufnahme" Gutachter ausgesandt, die alle Gebäude im Umfeld der Baustelle untersucht haben. Entlang der Strecke für den U-5-Tunnel wurden zudem Sensoren im Boden und an den anliegenden Gebäuden angebracht, auch am Roten Rathaus und Marstall. Diese registrieren genau, welche Erschütterungen die Tunnelvortriebsmaschine auf ihrem Weg vom Nikolaiviertel bis zum Brandenburger Tor verursacht.
Wie wichtig diese aufwendige Beweissicherung ist, habe sich etwa am Brandenburger Tor gezeigt, so Wazlak weiter. Dort wurden 2008, nur sechs Jahre nach der Renovierung, meterlange Risse festgestellt. Die etwa 30 Zentimeter tiefen Risse am nördlichen Torhaus, so erste Vermutungen, könnten durch die Arbeiten für den Bau der U55 zwischen Brandenburger Tor und Hauptbahnhof aufgetreten sein. Der Tunnel unterquert das nördliche Torhaus. Doch dies hat sich laut Wazlak nicht bestätigt. Das habe durch die Sensoren nachgewiesen werden können.
Schäden auch an anderen Bauten
Wie schlimm die Folgen von Bauschäden sein können, lässt sich auch an der Friedrichswerderschen Kirche beobachten. Seit mittlerweile zehn Monaten ist das Gotteshaus in unmittelbarer Nähe zum Schloßplatz geschlossen. In dem Bauwerk waren plötzlich Risse im Mauerwerk aufgetreten, der Putz fiel von der Decke. Viele Berliner vermuteten einen sofort Zusammenhang mit der benachbarten Baugrube für das Luxus-Wohnprojekt Kronprinzengärten. Mehrere Gutachten wurden inzwischen in Auftrag gegeben, um die Ursache und Schwere der Schäden zu ermitteln. Die Senatsverwaltung für Kultur geht davon aus, dass der Bauherr, die Bauwert, für die Schäden verantwortlich ist und die Kosten dafür übernehmen wird. Als Ursache hätten aber auch Bodenbewegungen bei anderen benachbarten Bauvorhaben in Frage kommen können.
Um ähnliche Vorwürfe auszuschließen, hat auch die Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum ein umfangreiches "Beweismonitoring" veranlasst – Kosten: eine Million Euro.
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
http://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article118332279/Historischer-Marstall-nach-Bauarbeiten-schwer-beschaedigt.html
Dienstag, 25. Juni 2013
Innenansicht Marstall - Nachtrag
Diese Fotos hatte ich bislang zurückgehalten, um eine Antwort der Verantwortlichen abzuwarten, wie es zu diesen neuerlichen Bauschäden kommen konnte. Da es bislang keine Reaktionen gibt, will ich zeigen, dass die Behörden untätig sind und diesen Schaden vielleichtaussitzen wollen.Der Neubau der Rathausbrücke steht weiter unter Beobachtung.
Donnerstag, 11. April 2013
Es wird weiter gebaut ...
Die BVG baut die neue U-Bahnstrecke (U5). Entsprechend spannend werden die Aktivitäten von der Brücke und vom Ufer aus beobachtet.
Senat und Bund bauen das Schloss wieder auf, nennen es verschämt Humboldt-Forum. Auch diese riesige Baustelle ist von der Brücke aus gut einzusehen.
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| Blick vom Westufer der Spree auf die U5 Baustelle |
Dienstag, 12. März 2013
Freitag, 8. März 2013
Wegweiser
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| Berliner Dom |
Montag, 25. Februar 2013
Ewige Baustelle - Fragezeichen
Nun ist der Fahrradweg plötzlich verbaut, zugestellt, endet am Baustellengitter.
Immer wieder neue Durchblicke und |
| Durcheinander. Wahrscheinlich hat diesmal eine andere Behörde diese neue Baustelle genehmigt. |
Dienstag, 12. Februar 2013
Risse, Brüche, Schäden
Freitag, 1. Februar 2013
Bauschäden am Neuen Marstall
Inzwischen erscheint die Rathausbrücke auch wieder bei Google Maps als öffentliche Straße, die auch der Navigator findet. War die Brücke nach der Neu-Eröffnung im September http://rathausbruecke.blogspot.de/2012/09/fertig-nach-13-jahren.html
für längere Zeit noch ein Geheimtipp für Anlieger und Taxifahrer, so rauscht der Kfz-Verkehr nun in beiden Richtungen über die Brücke. Der permanente Stau auf der Mühlendammbrücke kann so parallel umfahren werden. Obwohl die Ampelführung an der Kreuzung Schlossplatz diesen Trick verhindern soll, fahren sehr viele Autofahrer – von Westen kommend – bewusst gerade aus und ignorieren den Pfeil nach rechts in die Breite Straße.
Noch schwerwiegender (im wahren Sinne des Wortes) allerdings wirkt sich die bewusste Missachtung der LKW-Fahrer aus. Obwohl Straßenschilder die Weiterfahrt für Brummis über 30 t verbieten, donnern die Schwerlaster mit 40 t über die Brücke.

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| Trotz des 30 t - Schildes fährt das Baufahrzeug über die Brücke |
Ich sehe Deckenstützen, wie sie in der Bautechnik als Stützelemente aus Stahlrohren verwendet werden. Vom Erdgeschoss bis in den dritten Stock sichern diese die Fenstersimse. Offenbar wurde Risse neuerlich entdeckt. Die Stützen sieht man außen, wie mag es innen aussehen?
Ob meine Vermutung stimmt, dass es zwischen dem Schwerlastverkehr und den Bauschäden einen Zusammenhang gibt? Was sagen die Experten?
Vielleicht gibt es aber noch andere Gründe?
http://rathausbruecke.blogspot.de/2012/11/abriss-des-mittelpfeilers-schwierig.html
In beiden Fällen fragt sich der Chronist, ob hier – wieder einmal, wie an anderer Stelle in der Nachbarschaft – inkompetente Planer und eine laxe Senatsverwaltung die Brücke nur noch durchgepaukt haben. Oder ob die lange Bauzeit vielleicht doch mit den fehlenden Baugrunduntersuchungen erklärt werden kann? In Berlin wird auf Sand und Sumpf gebaut. Wenn man aber in der Not, wegen fehlenden Nachwuchses, weil sich der Senat personell kaputt gespart hat, sogenannte Experten aus anderen Ländern holen muss, dann wundern mich die Risse in der Fassade nicht. Und so erklärt sich dann auch, warum PKW- und LKW- unbestraft die Verkehrsregeln missachten können. Auch Polizei und Ordnungsämter haben wegen der jahrelangen Kürzungen viel zu wenig Personal, um Schlimmeres zu verhindern.
Freitag, 18. Januar 2013
Kommentare im Architekten-Blog
http://www.stadtbild-deutschland.org/forum/index.php?page=Thread&threadID=1858&pageNo=11
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Mittelpfeiler ist weg - aktuell
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| Am 19.12.2012 |
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| ... noch am 18.12.2012 sah mann gegen eine Holzwand |
Und wie sieht es oben auf der Brücke aus? Auffällig viel Müll. Wohin mit den Resten? Zumindest scheuen sich die Leute, ihren Müll über die Brüstung in den Fluss zu werfen. Wurde bei der Planung auch an Müllbehälter gedacht? Noch sind diese nicht aufgestellt. Geduld? Oder vergessen?
Sonntag, 25. November 2012
Gibt es Unterwasser-Archäologen?
Der mächtige Betonklotz aus DDR-Zeiten steht auf einem gemauerten Sockel. Was aber bietet sich unter der Wasseroberfläche? Wer dokumentiert den Abriss? Wo sind die Archäologen?
| Um einen Überblick der Baustelle zu geben, habe ich das alte fish eye Objektiv rausgeholt... |
| ..., dass leider so schlecht ist und deshalb die Fotos an den Rändern unscharf zeichnet. |
| Ganz deutlich erkennt man hier das Mauerwerk aus gelben Ziegelsteinen, welches auf einer Platte aufgesetzt ist. |
| Und woher kommt das Holz? |
| Und woher kommt der Pfahl im Wasser zwischen den beiden Lastkähnen? Sollte die Theorie stimmen, dass das Fundament für den Sockel des Kurfürsten-Denkmals auf Pfählen gegründet war? |



































