Mittwoch, 14. Januar 2009

TREFFEN am Montag

Wir treffen uns am
Montag, 19. Januar 2009 um 18.30 Uhr
in der Zille-Destille direkt rechts neben dem Zille-Museum (dieses befindet sich Propststr. 11)
Die Propststr. 11 geht direkt von der Nikolaikirche zur Spree, am Ende das kleine Plätzchen an der Spree mit dem Heiligen Georg (aus dem Schloßhof, Eosanderhof).
Wir legen dann am Montag endgültig fest, an welchem Tag und um welche Uhrzeit wir uns immer treffen werden.

Rückblende:
Im Stadtplanungsausschuß vom 12.1.2009 wurde von Seiten der Senatsbauverwaltung so getan, als sei der Auftrag schon vergeben worden. Das stimmt nicht, das Verfahren befindet sich in der Prüfung. Es käme daher nun darauf an, den Mitgliedern des Stadtplanungsausschusses einen Brief zu schreiben, der darüber aufklärt:
1.) Es gibt keinen schiffahrtsrechtlichen Zwang, der es verhindert, daß ein Pfeiler gebaut wird
2.) Das Verfahren ist in der Prüfung, ein Aufhalten ist noch immer möglich.
Das Rathausbrückenthema selbst ist auf die übernächste Ausschuß-Sitzung vertagt worden, also wohl Montag, 9. Februar.
Am Abend in der URANIA-Veranstaltung zur Rathausbrücke hat Dr. Flierl noch einmal betont, daß ein Umdenken in Sachen Rathausbrücke richtig wäre (steht heute auch so in der Presse), und daß aus seiner Sicht es an der Zeit wäre, den Großen Kurfürsten aus seinem provisorischen Nachkriegs-Aufstellungsplatz im Schloßhof des Schlosses Charlottenburg herauszuholen.
Wir haben also noch eine "letzte Frist" von vier Wochen, auch die Prüfung der Ausschreibung dauert noch in etwa so lange an.
D. h., wir müssen in den nächsten Tagen und Wochen so "viel los machen" wie möglich, denn der Rest einer kleinen Chance scheint noch da zu sein. Auch die SPD-Vertreterin im Ausschuß hat öffentlich erklärt, daß ihr ein Umdenken lieber wäre.
Heute kommt Boddien mit seinem neuen Verkehrskonzept in Sachen Humboldtforum, wir können also argumentieren "Alles ist im Fluß".

Presse berichtet

Hier eine kleine Presse-Auslese zum Thema Rathausbrücke, Ulrich Paul schreibt in der Berliner Zeitung:

"Vollendete Tatsachen
Ulrich Paul
ULRICH PAUL wünscht sich eine bessere Planung rund um den Schlossplatz.
Das soll doch bitte jemand verstehen! Da will der Senat in diesem Jahr einen Wettbewerb zur Gestaltung des Schlossplatz-Umfelds starten, aber ausgerechnet der Bau der Rathausbrücke soll dabei ausgeklammert werden. Dabei ist die Brücke, die den Schlossplatz mit dem Nikolaiviertel verbindet, eines der wichtigsten Bauwerke im historischen Zentrum.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher erklärte gestern vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung, dass die Brücke nach dem umstrittenen (modernen) Entwurf des Architekten Walter Noebel errichtet werden soll. Die Ausschreibung für den Bau sei bereits gestartet worden. Es würde "sehr viel Geld" kosten, dieses Verfahren jetzt noch zu stoppen. So schafft man vollendete Tatsachen. Richtig wäre es gewesen, die Gestaltung der Brücke zum Gegenstand des Wettbewerbs zu machen. Dann hätte sich erweisen können, ob eine moderne oder eine historisierende Brücke besser in die Mitte passt. Denn als die Entscheidung für die moderne Brücke fiel, war noch nicht klar, dass das Humboldt-Forum mit den Barockfassaden des früheren Schlosses gebaut werden würde.
Absurd ist, dass der Bau der Rathausbrücke ausgeschrieben wurde, bevor ein Verkehrskonzept für die Spreeinsel vorliegt. Vieles spräche nämlich dafür, den Bereich zwischen dem neuen Schloss und dem Lustgarten künftig für den Durchgangsverkehr zu sperren und Autos und Busse über die Rathausbrücke umzuleiten. Das ginge natürlich nur, wenn die Rathausbrücke ausreichend dimensioniert ist. Der jetzt betriebene Bau der Brücke ist leider vorschnell. Eine gute Planung sieht anders aus. "
Der dazugehörige Sachartikel lautet:
Ausstellung über das neue Schloss
"Die drei Nutzer präsentieren ab Juli ihre Vorstellungen
Ulrich Paul
Die Berliner können sich vom Sommer dieses Jahres an ein Bild davon machen, wie das neue Schloss im historischen Zentrum genutzt werden soll. Am 9. Juli werde im Alten Museum eine Ausstellung eröffnet, bei der die drei Hauptnutzer ihre "Visionen vom Humboldt-Forum" vorstellen, sagte gestern der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Hermann Parzinger, vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung im Abgeordnetenhaus. Humboldt-Forum ist der offizielle Name für den Schlossneubau. Die SPK will im Humboldt-Forum ihre außereuropäischen Sammlungen zeigen, die Humboldt-Uni wissenschaftsgeschichtliche Werke ausstellen und die Zentral- und Landesbibliothek ausgewählte Bestände dazu präsentieren. Parzinger sagte, alle drei Institutionen seien mit dem preisgekrönten Entwurf des Italieners Franco Stella "rundum zufrieden". Stella hatte den Wettbewerb zum Bau des neuen Schlosses gewonnen. Zur Frage, ob es genügend Steinmetze für die Rekonstruktion der Barockfassaden gebe, sagte Parzinger, es sei auch vorstellbar, dass die Fassaden bereits fertig seien, der Bauschmuck aber erst später angebracht werde.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sagte, für die Realisierung des Schlosses müsse ein Bebauungsplan erarbeitet werden. Ziel sei es, diesen bis Sommer 2010 zu verabschieden. Dann sei das Projekt "bewilligungsfähig". Direkt am Bauplatz soll eine Humboldt-Box über das geplante Bauprojekt informieren. Der Bau der Box soll 2010 beginnen. Noch 2009 ist laut Lüscher ein Gestaltungswettbewerb für die Umgebung des neuen Schlosses geplant. Der Neubau der Rathausbrücke fällt aber nicht darunter. Die Brücke soll nach einem modernen Entwurf gestaltet werden. Der Bau sei bereits ausgeschrieben worden, sagte Lüscher. CDU und FDP kritisierten das Vorgehen als "überstürzt" und "planlos". Die geplante Brücke füge sich nicht in das Stadtbild ein, erklärte der FDP-Abgeordnete Albert Weingärtner. (ulp.)"

Und noch ein Zitat aus der Berliner Morgenpost:

"Wir brauchen eine neue stadtentwicklungspolitische Debatte um die Gestalt der Brücke", sagte der Ausschussvorsitzende Thomas Flierl (Linke). Die Neubauplanungen auf Grundlage des Wettbewerbes vor zehn Jahren seien nicht mehr angemessen."

Der ganze Artikel: http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1014007/Viele_Fragen_offen_Wie_bitte_gehts_zum_Schloss.html

Und die taz weiß schon mehr:

"Fest steht, dass die Rathausbrücke an der südlichen Seite des Schlossplatzes im historischen Gewand neu gebaut wird"

Aber das ist wohl leider ein Irrtum, der Redakteur muß irgendwas falsch verstanden haben. Der ganze Artikel:

http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F01%2F13%2Fa0156&cHash=d13d5bcada

Wer macht noch mit bei der AG Rathausbrücke? Nächstes Treffen = Montag, 19. Januar 2009, 18.30 Uhr, in der Zille-Destille; diese befindet sich rechts neben dem Zille-Museum. Das Zille-Museum hat die Adresse Propststr. 11. Die Propststraße geht von der Nikolaikirche zur Spree und endet auf dem kleinen Platz, auf dem provisorisch der heilige Georg aus dem Eosanderhof des Berliner Schlosses aufgestellt ist.

Mittwoch, 7. Januar 2009

TERMINE für Montag

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich erlaube mir, Sie noch einmal auf die beiden Termine in der nächsten Woche hinzuweisen:
1.) Stadtplanungsausschuß zum Thema Humboldtforum und Umfeld

Hierzu liegen Anträge der Fraktionen vor, die sich allgemein mit dem Umfeld und auch speziell mit der Rathausbrücke befassen.

Montag, 12. Januar 2009, 10.00 Uhr, Abgeordnetenhaus von Berlin, Karten beim Besucherdienst: 23251067 oder -62

2.) Diskussion "Streitfall Moderne – Brauchen wir eine historische Rathausbrücke?"

Montag, 12. Januar, 17.30 Uhr,
in der URANIA BERLIN, mit Dr. Thomas Flierl (Fraktion Die Linke, Vors. Stadtentwicklungsausschuß des Abgeordnetenhauses), Dipl.-phil. Peter Feist (Stadthistoriker) und Martin Boettcher (Interessengemeinschaft Nikolaiviertel) sowie der Unterzeichnerin.

Und bin mit freundlichem Gruß und besten Wünschen für das Neue Jahr
Annette Ahme

Montag, 8. Dezember 2008

Antrag Bürgerbegehren


Sie können das Formular als pdf öffnen und ausdrucken, indem Sie auf die Grafik klicken. Dann ausfüllen und an die Organisatoren abschicken.
Damit stoppen Sie den Bau des veralteten Entwurfs.


"Entwurf der Brücke muss überprüft werden."

Erörterung zum Humboldt-Forum erst 2009

Die Erörterung des Wettbewerbsergebnisses zum Humboldt-Forum im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses ist auf das kommende Jahr verschoben worden.Nach Auskunft des Ausschussvorsitzenden Thomas Flierl (Linke) solle so dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, die Möglichkeit gegeben werden, zur Anhörung zu erscheinen. Die Debatte soll am 12. Januar stattfinden.
Flierl regte unterdessen an, im Parlament eine Verständigung über die stadtplanerischen Konsequenzen des Wettbewerbes zu erzielen. "FDP und Linke schlagen vor, die Umsetzung des Großprojektes durch ein Bebauungsplanverfahren zu begleiten, das auch das engere Umfeld umfasst." Zudem solle der Neubau der Rathausbrücke vorerst gestoppt werden. "Der Entwurf der Brücke muss nochmals überprüft werden."

Quelle:
Morgenpost, Freitag, 5. Dezember 2008

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Modell

................................................................................ Montage: fwz

Ganz hübsch: Das im Auftrag der Bundesregierung gefertigte Umgebungsmodell, welches in der Ausstellung zu sehen ist, weist darauf hin, daß die Rathausbrücke sehr wohl einen Platz für das Reiterstandbild vorsieht. Man sieht auf der Brücke ganz genau die Auskragungen, welche für das Reiterstandbild vorgsehen sind. Die Expertenkommission hatte auch eindeutig gefordert, dass das Reiterstandbild auf seinen historischen Platz kommen müsse.

Auf den 12. Januar vertagt, um 10.00 Uhr,
Stadtentwicklungsausschuss im Abgeordnetenhaus, Raum 376.
Auf der Tagesordnung steht ziemlich am Anfang: "Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens zum Humboldt-Forum und Planungen zur Gestaltung der unmittelbaren Umgebung; hierzu: Anhörung"

Die Sitzung ist öffentlich.

Kartenreservierung unter: 23251067 oder 23251062

Meldung RBB-Abendschau

Gesellschaft will Mitsprache bei City-Gestaltung

Mit einem Volksbegehren will die Gesellschaft Historisches Berlin eine Bürgermitsprache bei der Gestaltung des Hauptstadt-Zentrums durchsetzen.
Die Gesellschaft fordert ein Moratorium beim Ausbau der Museumsinsel sowie den Baustopp für die neue Rathausbrücke über die Spree am Schlossplatz, wie die Initiatorin Annette Ahme am Montag sagte.
Zu den kritisierten Vorhaben zählten auch der geplante Neubau eines "würfelförmigen" Gebäudes für Thyssen-Krupp vor dem Staatsratsgebäude, die geplante moderne Verfremdung des Berliner Schlosses an der Ostfassade und die Bebauung der Schlossfreiheit mit modernen "Townhouses".
Bis zum 3. Juni will die Gesellschaft 20.000 Unterschriften für ein Volksbegehren sammeln. Danach müssen weitere 170.000 Bürger unterschreiben, um einen Volksentscheid zu erwirken. Das Ergebnis ist für den Senat nicht bindend.
Stand: 03.12.2007 14:16