Donnerstag, 31. Juli 2008

Reiterstandbild am Roten Rathaus



Rotes Rathaus und Rathausbrücke gehören zum historischen Berlin.
Das Relief an prominenter Stelle der Fassade verweist auf das Reiterstadtbild des Großen Kurfürsten, welches von Schlüter speziell für diese Brücke entworfen und schließlich dort aufgestellt wurde.




Dienstag, 29. Juli 2008

Palast-Brücke oder Schloss-Brücke?


Hier das Modell aus der Zeit, als der Palast der Republik (links im Bild) noch die Uferpromenade bildete. Nach dem Abriss soll dort eine Schlossfassade wieder entstehen. Damit ist das Modell für die Brücke obsolet - oder?

Montag, 21. Juli 2008

Informationstour per Schiff am 24.7. um 18 Uhr

Im Auftrag der Arbeitsgruppe Nikolaiviertel zum Thema Neubau der Rathausbrücke möchte ich Sie zu der folgenden außerplanmäßigen kleinen Informations-Veranstaltung einladen:

"Die Berliner Rathausbrücke"
Zum Stand der Planung und
zur Bedeutung der Rathausbrücke im Berliner Stadtbild


Am Donnerstag, 24. Juli 2008 um 18.00 Uhr
Auf dem Museumsschiff "Renate Angelika"
im Historischen Hafen
Märkisches Ufer / Ecke Inselbrücke


Fußweg: Man geht an der Mühlendammbrücke am Südufer der Spree in Richtung Osten, dann stößt man darauf.
ÖPNV: U-Bhf Märkisches Museum, Bus 248 (Breitenbachplatz - Alexanderplatz) , Bus 347 (Philharmonie - Warschauer Straße)

Ablauf:
18.00 Einführung anhand von Bildern und Plänen (Annette Ahme)
18.15 Offene Fragen und Kritikpunkte aus der Sicht von Gewerbetreibenden im Nikolaiviertel
(Martin Boettcher)
18.30 Die Rathausbrücke in ihrer emblematischen Bedeutung für die Stadtmitte von Berlin
(Prof. Dr. Goerd Peschken
Professor i. R. für Baugeschichte der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg)
19.00 Fragen und Diskussion
20.00 Ende

Bei dieser Gelegenheit können Sie auch die Ausstellung zum Historischen Hafen kennenlernen und besichtigen.

Wegen der begrenzten Zahl der Plätze wäre es hilfreich, wenn Sie in einer kurzen Rückmail Ihr Kommen signalisieren würden.

Mit freundlichen Grüßen, im Auftrag

Annette Ahme

Montag, 30. Juni 2008

FORUM STADTBILD BERLIN FORDERT STOPP


ZUM WIEDERAUFBAU DER KURFÜRSTENBRÜCKEFORUM STADTBILD BERLIN FORDERT STOPP DER BAUVORBEREITUNGEN
UND EINEN NEUEN WETTBEWERB

Samstag, 28. Juni 2008

Die älteste Steinbrücke Berlins


Kupferstich aus dem Buch »Historischer Schauplatz der merkwürdigen Brücken«, Leipzig 1735


Einen historischen Abriss veröffentlicht Helmut Caspar in seinem Artikel: "Neue Rathausbrücke ohne Kurfürst".
http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt99/9912deta.htm

Mit der aktuellen Entwicklung zum Bau der Brücke müsste die Geschichte bald neu geschrieben werden.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Treffen am Freitag 19 Uhr

Liebe Freunde,

damit wir uns nicht aus den Augen verlieren:

Wir treffen uns am Freitag abend, 19.00 Uhr, am Zille-Museum.

Bitte alle kommen und Ideen mitbringen fürs Weiterarbeiten!

Vielen herzlichen Dank und beste Grüße
Annette Ahme




Propststraße 11 im Nikolaiviertel

Mittwoch, 18. Juni 2008

Bürger des Nikolaiviertels ...


... wollen historische Brücke zurück

Der Senat plant den Abriss und modernen Neubau der Rathausbrücke - dagegen formiert sich immer breiterer Widerstand



Mitte. Wer heute über die Rat­hausbrücke geht, wird an ihr nichts besonderes finden. Sie stellt eine Behelfsbrücke aus dem Beginn der 50er Jahre dar. Im Herbst nun will die Senats­verwaltung für Stadtentwick­lung die marode Verbindung zwischen Nikolai viertel und Schlossplatz abreißen und durch eine Neue ersetzen lassen.

Da mag es etwas befremdlich erscheinen, dass am vergange­nen Donnerstag Anwohner und Gewerbetreibende in Person des Geschäftsmannes Martin Boettcher im Abgeordnetenhaus ei­nen Protestbrief an Senatorin In­geborg Junge-Reyer überreicht haben. Auch die Gesellschaft Historisches Berlin (GHB) will ver­hindern, dass der 1999 prämier­te Entwurf des Architekten Wal­ter A. Noebel umgesetzt wird. Im Dezember hat die GHB ein Volksbegehren gegen die Pläne des Senats gestartet. „Kaum ei­ner weiß heute noch, dass die Rathausbrücke, die früher Lange Brücke hieß, einst als schönste Brücke der Stadt galt", sagt die GHB-Vorsitzende Annette Ah­me. „Historisch und kunstge­schichtlich ist sie sogar ver­gleichbar mit der Karlsbrücke in Prag." Denn die Lange Brücke - erbaut im letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts - war die erste Steinbrücke nicht nur Berlins, sondern der gesamten Mark Brandenburg.

Auch Petra Müller, Stadtführe­rin und Bewohnerin des Nikolai­viertels hat recherchiert: 1701, kurz nachdem er sich im fernen Königsberg selbst gekrönt hatte, ritt Friedrich I. nun als erster Kö­nig von Preußen über die Lange Brücke zum Schloss. Es war ein Triumphzug. Und schon damals
ritt er an dem kunsthistorisch bedeutendsten Reiterstandbild nördlich der Alpen vorbei: an ei­ner Bronze vom Großen Kurfür­sten, die die Lange Brücke zier­te. Der frisch gebackene König hatte das Standbild 1697 selbst in Auftrag gegeben, um seinen Vater zu ehren. Entworfen hat es Andreas Schlüter, der später auch den nach ihm benannten Schlüterhof im Schloss errichten ließ. 1884-96, also 200 Jahre später wurde die Lange Brücke zwar noch einmal umgebaut, hat aber ihr Aussehen behalten.

Während die Brücke im Krieg zerstört wurde, konnte das Rei­terstandbild aus der Spree ge­borgen werden. Heute steht es im Schlosshof von Charlotten­burg. „Eine moderne Brücke wie die von Walter Noebel würde das historische Gesamtbild mit zukünftigem Schloss, Berliner Dom, Nikolaiviertel und der äl­testen Kirche Berlins unverzeih­lich stören", argumentiert Petra Müller.

Die CDU hat nun einen An­trag im Abgeordnetenhaus ein­gereicht, um das alte Bauwerk samt Reiterbild wieder herzu­stellen. Auch einige Abgeordnete der SPD sind inzwischen für die historische Variante. Allerdings steht das Thema erst nach der Sommerpause auf der Tagesord­nung des Berliner Parlaments. Die GHB will darum das Volks­begehren nicht weiter vorantreiben und konzentriert sich nun auf die parlamentarische Dis­kussion.
Immerhin ist es noch nicht zu spät. Die europaweite Ausschrei­bung steht noch aus, historische Bauzeichnungen sind noch vor­handen. Doch soll die neue Brücke - egal ob historisch oder modern - auf alle Fälle dem Schifffahrtsverkehr auf der Spree gerecht werden und keine Fundamente im Wasser erhalten. Das würde aber bedeuten, dass aus statischen Gründen auf das Reiterstandbild verzichtet wer­den müsste.
Petra Müller sieht das anders: „Der Umbau von 1894 bis 1896 mit seinen drei Bögen wurde den aktuellen Erfordernissen des Personen- und Gütertransports zu Wasser durchaus gerecht. Sie bot schon damals zahlreichen Schiffen Durchlass."

...schreibt dvs im Berliner Abendblatt am 18.6.2008